Schilthunde beim Spielen

 

 

 

 

 

 

 

Die Schweiz besitzt neben den bereits bekannten Rassen noch eine einheimische "Rasse", die uns interessieren muss und die nicht weiter vernachlässigt werden darf, einerseits, weil es sich um eine typische, uralte Form handelt, anderseits, weil diese Hunde vorzügliche Eigenschaften haben, gute Dienste leisten, kurz Gebrauchshunde par excellence sind.

Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Schilt ist, dass er in der Regel nicht jagt; Wild und Fährten interessieren ihn nicht, obschon es ihm nicht an Nase fehlt. Ausnahmen gibt es natürlich auch hier.
Er besitzt eine schnelle Auffassungsgabe, er hat einen guten Beobachtungssinn, gute Treibeigenschaften, er ist treu, einfühlsam, verschmust und auch ein guter Wachhund, er ist Kinderlieb, ein Familienhund und gut zu Erziehen. Einen weiteren Vorteil sehe ich im etwas ruhigeren Temperament, verglichen mit den Appenzeller Sennenhunden.

Der Schilt kam nie in die engere Wahl um gezielt gezüchtet zu werden. Früher, wie vielleicht auch heute noch, war man der Meinung, dass ein Hofhund unbedingt schwarz sein soll. Denn kommt der Dieb am hellen Tage, flösst ihm seine dunkle Gestalt grössere Furcht ein; kommt er bei Dunkelheit, verschmilzt diese mit dem Schatten der Nacht, so dass der Hund unbemerkt die im Hinterhalt Lauernden überfallen kann.
Der Schilt eine alte Form, die zwar ihres unscheinbaren Äusseren wegen kaum zum Spekulationsobjekt für Züchter werden wird, soll nicht durch weitere Bastardierung untergehen, sondern zur typisch sich vererbenden Unterart des heutigen Appenzeller Sennenhundes empor gebracht werden.  

Die heutigen Appenzeller Sennenhunde haben viele Vorfahren die „Schilte“ waren. Aus diesen und anderen schon sehr typischen Hunden ist der Appenzeller Sennenhund so wie er heute gezüchtet wird hervorgegangen. 

Als beste Hündin galt:

Diana v. Säntis, Schilthündin mit schwarzem Mantel, 1905,

 

SHSB 2099.